Sommerferienprojekt

Naumburg und die “Wilde Zicke“  – ein Straßenbahnprojekt, so lautete der Titel des diesjährigen Sommerferienprojektes des Naumburger Bürgervereins e.V.

Nach der Begrüßung und Vorstellung der Projektbeteiligten sowie des „Projekt-Fahrplans“, gab Herr Degener von den Nahverkehrsfreunden  Naumburg- Jena e.V., eine Einführung in die Geschichte der Erfindung der Straßenbahn, die von der Pferde-, über die Dampf-, bis zur elektrischen Straßenbahn reicht. Mit Hilfe von historischen Bildern wurde besonders die Geschichte der Naumburger Straßenbahn in den Mittelpunkt gestellt.

Danach wurde mit dem Schauspieler und Künstler Holger Vandrich das Straßenbahnlied zum ersten Mal geübt. Anschließend wurden Begriffe wie z.B. „Schneckentempo“ oder „Pferdestärke“ erklärt. Danach fanden kleine Experimente zum Thema „Strom“ statt. Herr Gödicke vom VDI führte vor, wie mit Hilfe einer kleinen Batterie, einem Magnet und einem Streifen Silberfolie, eine Schraube zum Drehen gebracht werden konnte, was die Kinder natürlich auch selbst ausprobiert haben. Herr Franke führte das Modell einer Dampfstraßenbahn vor.

 

 

 

 

 

 

Alle Beteiligten trafen sich am nächsten Tag an der Haltestelle „Salztor“ und fuhren mit der Straßenbahn zum Depot. Hier erwartete uns Herr Ewald von der Naumburger Straßenbahn, der uns durch die Fahrzeughalle führte. Die Kinder hatten vorher einen Forschungsauftrag mit Fragen erhalten, z.B. „Warum hat eine Straßenbahn Sandkästen?“ oder „Wie fließt der Strom durch die Straßenbahn?“ Diese und weitere Fragen wurden bei der Führung beantwortet. Zum Abschluss konnten die Kinder einen Blick in den Schaltraum der Naumburger Straßenbahn werfen und es wurde ein Triebwagen mit einem Beiwagen gekuppelt. Nach der Depotführung wurde mit Herrn Vandrich im Stadtpark weiter das Straßenbahnlied geübt. Anschließend fuhr die Gruppe mit der Straßenbahn zum Hauptbahnhof und konnte dort die zur Zeit stattfindenden Bauarbeiten zur Verlängerung der Straßenbahnstrecke auf den Bahnhofsvorplatz beobachten.

 

 

 

 

 

 

Am dritten Tag der Projektwoche wurde von den Kindern ein Straßenbahnwagen aus großen Pappen hergestellt und bemalt. Aus Stühlen wurde ein virtueller Straßenbahnwagen gebaut. Dort wurden Improvisationsspiele, z.B. Verhalten der Fahrgäste, Hilfe beim ein- und aussteigen und was passiert, wenn ich kein Geld für eine Fahrkarte habe und trotzdem mitfahren will, durchgeführt.

 

 

 

 

 

 

Am Donnerstag war Exkursionstag. Wir reisten nach Erfurt zum dortigen Verkehrsbetrieb, um den Unterschied zwischen einem historischen Straßenbahnbetrieb wie in Naumburg und einem modernen Großstadtverkehrsbetrieb zu erkennen. Nach der Ankunft am Erfurter Hauptbahnhof fuhren wir in einem modernen Triebwagen zum Betriebshof der EVAG. Herr Harder führte uns durch das Betriebsgelände und stellte die unterschiedlichen und auch vorhandenen historischen Triebwagen vor. Die Kinder durften Lautsprecherdurchsagen machen und die Türen elektrisch schließen.

 

 

 

 

 

 

Am letzten Tag des Sommerferienprojektes wurden durch die Kinder Fahrkarten für die Straßenbahn gebastelt, denn die wurden am Mittag an die Angehörigen (Eltern, Geschwister, Großeltern) ausgegeben, die zusammen mit den Kindern den Abschluss der Projektwoche im Depot der Naumburger Straßenbahn, in einem Triebwagen feierten. Hier erlebte auch das eingeübte Straßenbahnlied durch die beteiligten Kinder seine Premiere. Damit fand eine interessante Sommerferienwoche ihren Abschluss.

Bedanken möchten wir uns beim Paritätischen Gesamtverband „Kultur macht stark“, der das Projekt förderte, sowie beim VDI (Verein Deutscher Ingenieure) und bei den „Domstiften“ als Kooperationspartner, für die Unterstützung.

Text: W. Degener, Fotos: S. Heinisch, D. Grenzdörfer, W. Degener

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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